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Neues EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation ab 2014 

Für den Zeitraum 2014 bis 2020 stehen 815 Millionen Euro für das Programm bereit. Es vereint drei bereits bestehende EU-Förderprogramme unter einem Dach. Neben dem Programm für Beschäftigung und soziale Solidarität (Progress) werden auch EURES (Europäische Arbeitsverwaltungen) sowie das Europäische Mikrofinanzierungsinstrument zusammengefasst.

EU-Förderprogramme „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft“

Daphne

Förderfähig sind hier erstens transnationale Projekte, die darauf abzielen, Gewalt gegen Frauen, Jugendliche und Kinder in Verbindung mit gesundheitsschädigenden Praktiken zu verhindern, bekannt zu machen und zu bekämpfen. Bei den gesundheitsschädigenden Praktiken handelt es sich beispielsweise um weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsheirat, Frühverheiratung, sexuelle Nötigung oder sog. „Verbrechen im Namen der Ehre“. Die Förderung wird für gegenseitiges Lernen, einen Austausch bewährter Verfahren, Zusammenarbeit, Sensibilisierung, Aufklärung und Verbreitung bereitgestellt.

Gefördert werden zweitens transnationale Projekte, die der Unterstützung von Gewaltopfern dienen. Die Projekte sollten sich insbesondere auf mindestens eine der folgenden Maßnahmen beziehen:

  • Kapazitätsaufbau beim Personal, das spezialisierte Opferhilfe leistet (z. B. Bereitstellung von sicheren, leicht zugänglichen Unterkünften, Rechtsberatung, medizinische/psychologische Beratung, Hotlines),
  • Kapazitätsaufbau im Bereich geschlechts- und kinderspezifischer Aspekte bei den ersten Anlaufstellen für Gewaltopfer,
  • Entwicklung ganzheitlicher Strategien zur Ausweitung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit (Opferhilfe, Gesundheitswesen, Bildung, Beschäftigung, Sozialhilfe etc.),
  • besondere Hilfsprogramme v. a. zur Stärkung der schutzbedürftigsten Opfer (z. B. Migranten, Menschen mit Behinderungen, Straßenkinder, Homo-, Bi- und Transsexuelle, Roma)

Drittens werden transnationale Projekte in Verbindung mit Kindern, die Opfer von Mobbing in der Schule, in Heimen oder in Gewahrsam werden, unterstützt. Die Förderung wird für gegenseitiges Lernen, den Austausch bewährter Verfahren, Zusammenarbeit, Sensibilisierung, Aufklärung und Verbreitung bereitgestellt.

Alle drei Daphne-Aufrufe setzen voraus, dass bei den Projekten Organisationen aus mind. drei Teilnehmerländern einbezogen sind und eine Finanzhilfe in Höhe von mind. 75.000 € beantragt wird. Mit der Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen ist jeweils im 4. Quartal 2014 zu rechnen.

Rechte des Kindes

Unterstützt werden desgleichen transnationale Projekte für den Kapazitätsaufbau bei Fachkräften, die im Bereich Kinderschutz tätig sind, und bei Angehörigen der Rechtsberufe, die Kinder in Gerichtsverfahren vertreten. Inbegriffen sind beispielsweise Schulungen für Fachkräfte, die mit Kindern in Betreuungseinrichtungen arbeiten, Sozialarbeiter oder Fachkräfte im Gesundheitswesen. Voraussetzung ist, dass Organisationen aus mind. drei Teilnehmerländern einbezogen sind und eine Finanzhilfe in Höhe von mind. 100.000 € beantragt wird.

Unionsbürgerschaft

Eine Förderung gibt es auch für nationale Projekte, die auf die Förderung der Unionsbürgerschaft abzielen. Es geht hier um folgende Maßnahmen:

Erweiterung der Kenntnisse über die EU-Freizügigkeitsvorschriften u. a. bei kommunalen Behörden, die mit der Umsetzung dieser Vorschriften betraut sind,

  • Bessere Aufklärung der EU-Bürger über ihr Recht auf Freizügigkeit und die Möglichkeit zur Durchsetzung ihrer Rechte,
  • Entwicklung, Ermittlung und Förderung des Austauschs und der Verbreitung von bewährten Verfahren, um die Integration und Teilhabe mobiler EU-Bürger am bürgerlichen und politischen Leben im Gastland zu verbessern (z. B. Informationsstellen, Förderung der Teilnahme an Kommunalwahlen).

Die beantragte Finanzhilfe muss mind. 75.000 € betragen.

Nichtdiskriminierung/Roma

Maßnahmen im Bereich der Nichtdiskriminierung und zur Integration der Roma werden ebenfalls durch das Programm gefördert, wenn sie Folgendes zum Gegenstand haben:

  • Datenerfassung und Erhebungen,
  • Wissenschaftliche Tätigkeiten im Bereich der Nichtdiskriminierung,
  • Überwachung der Umsetzung der Rechtsvorschriften über Nichtdiskriminierung,
  • Schulung von Fachkräften,
  • Gegenseitiges Lernen, Austausch bewährter Verfahren, Zusammenarbeit,
  • Verbreitung und Sensibilisierung (auch auf lokaler Ebene), z. B. durch Seminare, Konferenzen oder Social-Media- und Presseaktivitäten.

Projekte können grenzübergreifend oder innerstaatlich angelegt sein. Die beantragte Finanzhilfe muss mind. 75.000 € betragen.

Rassismus

Im Bereich Rassismus beziehen sich die Aufrufe auf „Bewährte Verfahren“ und „Hassverbrechen/Hassreden“.

Im Arbeitsprogramm stehen hier erstens transnationale Projekte, die dem Austausch bewährter Verfahren zur Verhütung und Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und anderen Formen der Intoleranz dienen. Ziel ist die Erstellung eines Handbuchs mit bewährten Verfahren.

Unterstützt werden zweitens transnationale Projekte, die der Überwachung und Meldung von Hassverbrechen und Hassreden im Internet dienen.

In die Rassismus-Projekte müssen Organisationen aus mind. fünf Teilnehmerländern einbezogen sein und die beantragte Finanzhilfe muss mind. 300.000 € umfassen.

Europäischer Behindertenausweis

Unterstützung wird außerdem nationalen Projekten gewährt, die der freiwilligen gegenseitigen Anerkennung von Leistungen in Verbindung mit einem Behindertenausweis (Europäischer Behindertenausweis) dienen.

Geschlechtergleichstellung

Der Vollständigkeit halber sei zudem darauf hingewiesen, dass auch Maßnahmen der Mitgliedstaaten, die der Verbesserung der Geschlechtergleichstellung in nationalen Strategien und Programmen dienen, gefördert werden.

Auf Calls zu den Projekten wird im monatlichen Newsletter bzw. auf der Hompage gesondert hingewiesen.

Das Arbeitsprogramm samt Finanzierungsbestimmungen findet sich unterhttp://ec.europa.eu/justice/grants1/programmes-2014-2020/files/rec_awp_2014_annex_de.pdf.

Grundlage für das Arbeitsprogramm ist ein Durchführungsbeschluss der Kommission, der unter http://ec.europa.eu/justice/grants1/programmes-2014-2020/files/rec_awp_2014_act_de.pdf  eingesehen werden kann.

Weitere Informationen finden sich in englischer Sprache unterhttp://ec.europa.eu/justice/grants1/programmes-2014-2020/rec/index_en.htm.

Aufrufe zur Einreichung von Projektanträgen werden unterhttp://ec.europa.eu/justice/newsroom/grants/index_de.htm  veröffentlicht.

Das neue EU-Bildungsprogramm ERASMUS+ 2014-2020

Die  nachfolgende Präsentation informiert über das neue EU-Programm:

http://www.europe-direct-lausitz.de/newsletter/EU_Foerderpr02Juli14_fuerEDI.PDF

Weitere Informationen auch unterhttps://eu.daad.de/erasmus/alle/mobilitaetsfoerderung/de/11739-erasmus-die-neue-welt-der-eu-bildungsprogramme/