04 Dez

Am Sonntag, den 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen hat dazu betont, wie wichtig es für die Menschen mit Behinderungen ist, an der Gesellschaft teilzuhaben. Sie hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, die neuen EU-Regeln für einen besseren Zugang für Menschen mit Behinderung, die die EU-Kommission 2015 vorgelegt hat, endlich anzunehmen. Rund 80 Millionen Menschen in der EU haben eine mehr oder minder schwere Behinderung. Aufgrund der Alterung der Bevölkerung wird diese Zahl bis 2020 auf voraussichtlich rund 120 Millionen Menschen ansteigen.

„Dass Menschen mit Behinderung uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft, denn es bleibt noch sehr viel zu tun, um die soziale Ausgrenzung dieser Menschen aufzuheben“, erklärte EU-Kommissarin Thyssen.

„Inklusives Wachstum und soziale Gerechtigkeit liegen der Europäischen Kommission sehr am Herzen, wie mit der Proklamation der europäischen Säule sozialer Rechte unlängst deutlich gemacht wurde. Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat sind sich in dem Grundsatz einig, dass Menschen mit Behinderung das Recht auf Einkommensbeihilfen haben, die ein würdevolles Leben sicherstellen, auf Dienstleistungen, die ihnen Teilhabe am Arbeitsmarkt und am gesellschaftlichen Leben ermöglichen, und auf ein an ihre Bedürfnisse angepasstes Arbeitsumfeld. Den Maßnahmen der Kommission müssen daher Aktionen nationaler, regionaler und lokaler Behörden zur Seite stehen, damit Menschen mit Behinderung nicht zurück bleiben. Auch das fortgesetzte Engagement von Zivilgesellschaft und Wirtschaft ist unverzichtbar.