30 Aug

Beim jährlichen Treffen der in über 140 Delegationen weltweit entsandten EU-Botschafter hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel über die internationale Rolle der Europäischen Union gesprochen.  Juncker erinnerte an die historischen Leistungen der europäischen Integration, die in anderen Erdteilen bewundert werden.  „Europa bedeutet für andere Frieden, Wohlstand, Werte und Rechtsstaatlichkeit. (…) Der Planet bleibt beeindruckt von der Tatsache, dass wir nach vielen Schwierigkeiten den europäischen Wirtschaftsraum zum großen Binnenmarkt machen konnten. Das ist eine Leistung“, sagte Juncker. Europa sei aber keine Erfindung nur für sich selbst. Es reiche nicht, wenn es in Europa allein wieder aufwärts gehe. In der gegenwärtigen Weltlage müsse die Europäische Union das multilaterale System verteidigen und stärken. Ebenso betonte Juncker die Bedeutung von Handelsabkommen.

Nicht allein das Brexit-Votum und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hätten die Wahrnehmung der Europäer für den Wert der EU gestärkt. Juncker erinnerte die EU-Botschafter an die guten Nachrichten aus der europäischen Wirtschaft, die Anlass für Selbstvertrauen geben. „Seit 21 Monaten wächst die europäische Wirtschaft schneller als die US-Wirtschaft“, so Juncker. Die Beschäftigung in Europa ist höher als je zuvor; in einigen Ländern sinkt auch die Arbeitslosigkeit sehr deutlich.

Juncker verwies auch auf die Bemühungen der Kommission, die Migrationskrise zu lösen. Ebenso betonte er die Bedeutung von Handelsabkommen: „Für Europa ist ein Handelsnetz mit dem Rest der Welt sehr wichtig“, sagte er. An jeder Milliarde Euro, die wir in andere Teile der Welt exportieren, hingen 14.000 Arbeitsplätze in Europa. „Das verdient unsere volle Aufmerksamkeit.“