10 Aug

Von Jägern und Gejagten berichtet das MDR FERNSEHEN am 11. und 18. August in zwei Raubtier-Themenabenden. Dabei werden Wolf und Luchs auch in Lausitz und Harz unter die Lupe genommen. Wolfsrudel breiten sich seit Jahren von der Lausitz wieder über ganz Deutschland aus. Aber seit 2014 wurden auch mindestens fünf Wölfe allein in der Nähe von Görlitz gezielt getötet. Zuletzt im Juli dieses Jahres. Die gerade erst angesiedelten Luchse geraten ebenfalls unter Beschuss. Massiv im Bayerischen Wald, aber auch im Harz wurde eine erste erschossene Luchskatze entdeckt.

Den Auftakt beim Raubtier-Doppelpack macht am 11. August, um 20.15 Uhr, die Reportage „Schüsse in der Wolfsheide“. Der „Tatort“-Schauspieler und engagierte Naturschützer Andreas Hoppe folgt den Spuren krimineller Wolfstötungen in der Lausitz. Wie und warum kamen die Tiere ums Leben, obwohl Wölfe in Deutschland streng geschützt sind? Hoppe entdeckt: In einem Klima gefühlter Gesetzlosigkeit blüht auch das illegale Geschäft mit Wolfsfellen und Trophäen.

Parallel zur Sendung beantworten Andreas Hoppe und der Autor Stephan Heise Fragen im Chat unter. Hier wird das Raubtier-Thema auch mit zusätzlichen Informationen online begleitet.

Im Anschluss, um 21 Uhr, stellt die Dokumentation „Die Rückkehr der Raubtiere: Leben mit Wolf, Luchs und Bär“ die Frage: Wieviel Wildnis wollen wir? Der Journalist Tim Berendonk und die Umweltwissenschaftlerin Ulrike Müller recherchieren in Finnland, wo das Zusammenleben mit diesen Raubtieren für Landbevölkerung, Rentierzüchter und Jäger zum Alltag gehört.

Den zweiten Raubtier-Abend am 18. August eröffnet um 20.15 Uhr die Reportage „Tod im Luchswald“. In diesem realen Naturkrimi beleuchtet Andreas Hoppe die Umstände des grausamen Todes zweier Luchse. Warum konnte, obwohl es Hinweise gab, bisher kein Täter ermittelt werden?

Anschließend geht ab 21 Uhr die Dokumentation „Raubtiere vor der Haustür: Harzluchse und Heidewölfe“ der Frage nach, wie sich ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier in Deutschland arrangieren ließe. Denn Jäger und Bauern zeigen sich wenig erfreut über die heimischen Raubtiere, die neben Wild auch manchmal Schafe reißen.